AVG2

Ihr digitaler Partner für die Gesundheitsausbildung

AVG steht für "Ausbildungsverpflichtung nicht-universitärer Gesundheitsberufe". Die Revision 2, eine umfassende Überarbeitung aus dem Jahr 2021, ermöglicht es Ihnen, Gesundheitsbetriebe Ihres Kantons zu erfassen und deren nicht-universitäre Ausbildungen effizient zu verwalten. Dadurch lässt sich das Ausbildungspotential präzise ermitteln.

Daten können sowohl von berechtigten Mitarbeitern medizinischer Einrichtungen – wie Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen – als auch von kantonalen Verantwortlichen eingegeben werden. Diese Daten dienen unter anderem der Berechnung von Subventionen oder Strafzahlungen, der Steuerung von Prozessen und der Überwachung von Fristen.

Mit AVG2 überprüfen und validieren Sie ihre Grundversorgungsplanung anhand von tatsächlichen Ausbildungsleistungen.

Die Erfassung von Abschlüssen und Ausbildungen erfolgt einmalig. Änderungen können pro Jahr flexibel verwaltet werden, sodass Ihre Daten stets aktuell sind.

AVG2 ist eine webbasierte Lösung und erfordert keine Installation. Die Anwendung ist mit jedem modernen Browser kompatibel.

Seit über zehn Jahren entwickeln wir die AVG-Applikation in enger Zusammenarbeit mit dem Kanton Bern. Inzwischen haben sich auch die Kantone Wallis, Solothurn und Luzern für AVG2 entschieden – und neu dürfen wir den Kanton St. Gallen in der AVG2-Familie begrüssen.

AVG2 bietet Ihnen vollständige Flexibilität und wird bei Bedarf individuell an Ihre Anforderungen angepasst.

map[class:w-full h-auto src:/images/avg2/dashboard.png]

Cockpit

Ihr Echtzeit-Dashboard in AVG2

Mit dem Echtzeit-Dashboard von AVG2 behalten Sie stets den Überblick. Hier können Sie aktuelle Statistiken einsehen, Prozesse initiieren und den Stand der Datenerfassung durch die Leistungserbringer überwachen. Zusätzlich erhalten Sie Hinweise auf notwendige Datenkorrekturen, um die Datenqualität kontinuierlich zu verbessern.
map[class:w-full h-auto src:/images/avg2/docgen.png]

Dokumentengenerierung

Effiziente Dokumentengenerierung mit AVG2

AVG2 ermöglicht das effiziente Erstellen von Entwurfs- und definitiven Verfügungen sowie Vereinbarungen, basierend auf den erfassten Daten der Leistungserbringer. Die Dokumentenerstellung kann sowohl für mehrere Betriebe gleichzeitig als auch individuell pro Betrieb durchgeführt werden.

Standardmässig unterstützt AVG2 die folgenden individuell konfigurierbaren Prozesse:

  • Ausbildungsverfügung / Leistungsvereinbarung
  • Schlussabrechnung
  • Ausgleichszahlung (bei Nichterreichen der verfügten Leistungen)
  • Busse bei ausbleibender Datenerfassung durch Leistungserbringer

Die Dokumente werden auf Basis von Microsoft Word-Vorlagen erstellt, die jährlich in der Applikation verwaltet werden können. Bei Bedarf erweitern wir die Funktionalitäten der Prozesse jederzeit nach Ihren Wünschen.

map[class:w-full h-auto src:/images/avg2/dataintegrity.png]

Datenintegrität

Gesicherte Datenintegrität mit AVG2

AVG2 sichert die Integrität der von den Leistungserbringern erfassten Daten durch eine lückenlose Historisierung. Änderungen und Korrekturen sind dadurch für alle beteiligten Parteien, sowohl für Leistungserbringer als auch für kantonale Mitarbeiter, jederzeit nachvollziehbar.

Unfertige Datensätze können gespeichert und später vervollständigt oder freigegeben werden, was den Status jedes Datensatzes transparent macht. Auch trägt eine umfangreiche Validierung dazu bei, dass fehlerhafte Eingaben minimiert werden.

Zusätzlich erkennt AVG2 automatisch signifikante Abweichungen in den Jahresdaten der Leistungserbringer und erlaubt eine eigenständige Festlegung von Toleranzgrenzen pro Jahr. Für jede Ausbildung lässt sich zudem konfigurieren, ob ein Nachweis der Leistungserbringung erforderlich ist, welcher dann vom Leistungserbringer hochgeladen werden kann.

map[class:w-full h-auto src:/images/avg2/customization.png]

Flexibilität

Flexibilität nach Mass

AVG2 bietet Ihnen eine Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten, um die Anwendung perfekt an Ihre individuellen Bedürfnisse anzupassen. Diese Anpassungen können Sie jährlich eigenständig vornehmen, um sicherzustellen, dass die kantonalen Vorgaben für jedes Jahr präzise umgesetzt werden.

Sie haben die Kontrolle: Verwalten Sie die Ausbildungen eigenhändig und legen Sie die notwendigen Berechnungsgrundlagen fest. Mit AVG2 bleiben Sie flexibel und effizient.

map[class:w-full h-auto src:/images/avg2/auswertungen.png]

Auswertungen

Umfassender Einblick mit AVG2

Mit AVG2 erhalten Sie Zugang zu detaillierten Auswertungen. Sie können eine Liste aller Kontaktpersonen der Betriebe einsehen, überprüfen, wann sich ein Nutzer zuletzt eingeloggt hat, und feststellen, welche Dokumente, z.B. trotz abgelaufener Frist, noch nicht heruntergeladen wurden. Diese Informationen sind stets leicht zugänglich und bieten wertvolle Einblicke in den Status Ihrer Prozesse.
map[class:w-full h-auto src:/images/avg2/dokumentenablage.png]

Dokumentenmanagement

Dokumentenmanagement in AVG2

Teilen Sie Dokumente in AVG2 gezielt: Entweder intern mit den kantonalen Verantwortlichen, mit allen Leistungserbringern oder exklusiv pro Leistungserbringer. AVG2 unterstützt diese differenzierte Dokumentenverteilung durch verschiedene Dokumentenablagen, um den unterschiedlichen Anforderungen gerecht zu werden.

Dokumente, die für alle Leistungserbringer relevant sind, können zentral in der allgemeinen Dokumentenablage hinterlegt werden. Spezifische Dokumente, die nur für einzelne Leistungserbringer bestimmt sind, können direkt in deren individuelle Ablage hochgeladen werden. So stellen Sie sicher, dass alle Beteiligten stets Zugriff auf die für sie relevanten Informationen haben.

map[class:w-full h-auto src:/images/avg2/languages.png]

Mehrsprachigkeit

Mehrsprachigkeit in AVG2

Die Benutzeroberfläche von AVG2 unterstützt Mehrsprachigkeit mit Texten, die flexibel konfiguriert und einfach in Deutsch, Französisch, Italienisch oder Englisch geändert und angezeigt werden können. Nutzen Sie den Übersetzungsmodus zur direkten Anpassung in der Anwendung oder den Excel-Export, um Übersetzungen bequem offline durchzuführen.
map[class:w-full h-auto src:/images/avg2/userhelp.png]

Benutzerhilfe

Benutzerhilfe in AVG2

AVG2 bietet umfangreiche Unterstützung durch anpassbare Hilfetexte in jeder Ansicht, die nicht nur in mehreren Sprachen verfügbar sind, sondern auch spezifisch auf die Bedürfnisse der Nutzer abgestimmt werden können. Sie können in diesen Hilfetexten wichtige Informationen, Fachbegriffe sowie rechtliche Hinweise hinterlegen, um den Leistungserbringern eine präzise Anleitung und rechtliche Sicherheit beim Umgang mit der Software zu bieten. Wenn kein Hilfetext hinterlegt ist, bleibt die Hilfeansicht verborgen, um die Benutzeroberfläche klar und übersichtlich zu halten. Zusätzlich unterstützt AVG2 das Einbinden von Screenshots, um visuelle Anleitungen zu bieten und das Verständnis der Nutzer weiter zu verbessern.
map[class:w-full h-auto src:/images/avg2/taskboard.png]

Aufgabenmanagement

Aufgabenmanagement in AVG2

In AVG2 können Sie Aufgaben als Erinnerungshilfen erstellen und mit Fristen versehen. Dies hilft Ihnen, den Überblick über wichtige Termine und Verpflichtungen zu behalten und sicherzustellen, dass alles termingerecht erledigt wird.
map[class:w-full h-auto src:/images/avg2/security.png]

Berechtigungen

Flexibel und sicher mit AVG2

AVG2 ermöglicht die Definition verschiedener, anpassbarer Rollen für kantonale Mitarbeiter und Betriebe. Dies gewährleistet eine hohe Flexibilität und maximale Sicherheit im Umgang mit sensiblen Daten und Prozessen.

Releases

Kommende Releases in AVG2

Technologie

Technologie in AVG2

KomponenteTechnologie
Plattform.NET 10
FrontendBlazor WebAssembly (WASM)
BackendASP.NET Core Web API
DatenbankMicrosoft SQL Server 2022
ContainerisierungDocker Images
Container RegistryAzure Container Registry
AspektTechnologie
SBOM GenerierungCycloneDX
Vulnerability ManagementDependency-Track
AuthentisierungOpenID Connect
AutorisierungEigene Implementation über Datenbank
ElementTechnologie
CSS FrameworkBootstrap
KomponentenlibraryTelerik UI for Blazor

Hinweis: OpenID Connect wird ausschliesslich als Protokoll für die Anbindung an einen bestehenden Identity Provider des Kunden verwendet. Ein Authorization Server ist nicht Bestandteil des Lieferumfangs, kann jedoch bei Bedarf durch uns konzipiert, integriert oder konfiguriert werden. Die Anbindung an gängige Anbieter wie AGOV oder SwissID ist grundsätzlich möglich und wurde bereits erfolgreich realisiert.

Architektur

Architektur von AVG2

Die Kapitel «Architektur», «Datenflüsse» und «Sicherheit» beschreiben AVG2 als Produkt. Betrieb und Infrastruktur liegen beim jeweiligen Betreiber. Die eingesetzten Technologien finden Sie im Kapitel «Technologie».

Alle Kantone erhalten dasselbe Docker-Image. Jeder Kanton hat eine eigene Installation mit eigener Datenbank, Unterschiede zwischen den Kantonen werden über Konfiguration gesteuert. Zwischen den Kantonen gibt es keine gemeinsamen Daten.

Architekturskizze von AVG2: Browser, AVG2-Server mit Datenbank und Dateiablage in einer Installation pro Kanton, externe Systeme des Betreibers und Ablauf der Anmeldung

Bausteine

BausteinAufgabe
BrowserDie Oberfläche ist eine Blazor-WebAssembly-Anwendung, die im Browser läuft. Im Browser liegen keine Zugriffstokens, die Sitzung läuft über ein Cookie (siehe Kapitel «Sicherheit»). Zusätzlich lädt der Browser Bootstrap (CSS, JavaScript, Icons) vom CDN jsDelivr mit Subresource Integrity und die Schrift Roboto von Google Fonts.
ServerASP.NET Core (.NET 10). Der Server liefert die Oberfläche aus und stellt die Web API bereit. Die Fachlogik, die Berechtigungsprüfung und die Dokumenterzeugung laufen auf dem Server.
DatenbankMicrosoft SQL Server, Zugriff über Entity Framework Core.
DateiablageHochgeladene Dokumente, erzeugte Dokumente und Vorlagen liegen in einer Dateiablage (persistentes Volume), die Metadaten in der Datenbank. Benutzer greifen nur über die API auf Dateien zu, nie direkt auf die Ablage.
DokumenterzeugungVerfügungen und weitere Dokumente erzeugt der Server aus Word-Vorlagen (.dotx).

Externe Systeme

Folgende Systeme stellt der Betreiber bereit:

  • Identity Provider des Kunden (OpenID Connect) für die Anmeldung
  • Mailserver (SMTP) für Benachrichtigungen
  • optional einen Virenscanner, der Uploads vor dem Speichern prüft

Auslieferung und Betrieb

  • Datenbankänderungen werden als versionierte SQL-Skripte ausgeliefert und mit dem Werkzeug DbUpdater eingespielt, das als eigenes Image mitgeliefert wird.
  • Health-Checks melden Start, Lauffähigkeit (Liveness) und Datenbankverbindung. Optional steht ein Prometheus-Endpunkt für Metriken zur Verfügung.
  • Für Kubernetes liefern wir ein Helm-Chart mit.

Datenflüsse

Datenflüsse in AVG2

Anmeldung und Benutzer

Die Anmeldung führt vom Browser über den Identity Provider des Kunden zum AVG2-Server. Der Server erhält vom Identity Provider die E-Mail-Adresse der Person und ordnet sie der in AVG2 erfassten Person zu. Rollen und Berechtigungen kommen aus AVG2, nicht vom Identity Provider.

Wer welche Benutzer erfasst und verwaltet, beschreibt der Abschnitt «Berechtigungsverwaltung» im Kapitel «Sicherheit». Wer sich beim Identity Provider anmeldet, ohne in AVG2 erfasst zu sein, erhält keine Rolle und damit keinen Zugriff.

Erfassung, Verarbeitung und Ausgabe

SchrittBeteiligteAblauf
ErfassungKantonale Mitarbeitendepflegen Stammdaten, Einstellungen und Vorlagen und steuern die Prozesse
ErfassungBetriebe (Ansprechpersonen, Datenlieferanten)erfassen ihre Grundlagendaten (Kennzahlen wie Stellen, Stunden und Ausbildungsleistungen) und laden Nachweise hoch
VerarbeitungAVG2-Serverprüft und berechnet die Daten, erzeugt daraus Dokumente und legt diese in der Dateiablage ab
AusgabeBetriebeladen ihre Dokumente in AVG2 herunter, jeder Download wird protokolliert
AusgabeMailserver des Betreibersversendet Benachrichtigungen per E-Mail, jeder Versand wird protokolliert
AusgabeKantonnutzt Auswertungen in der Applikation

Personendaten

Zu Benutzern speichert AVG2 Name, Vorname, E-Mail-Adresse, Sprache, Rollen und Zeitpunkt der letzten Anmeldung. Adresse und Telefon sind freiwillige Angaben und werden in der Regel nicht ausgefüllt. Für Auszubildende gibt es keine Felder für Personendaten, erfasst werden nur Kennzahlen. Hochgeladene Dokumente können je nach Inhalt Personendaten enthalten.

Sicherheit

Sicherheitsmechanismen in AVG2

Anmeldung und Sitzung

  • Die Anmeldung läuft serverseitig über OpenID Connect mit dem Authorization Code Flow. Standardmässig nutzt AVG2 Pushed Authorization Requests, wenn der Identity Provider sie anbietet.
  • Die Tokens bleiben auf dem Server im Sitzungsspeicher. Der Browser erhält nur ein Cookie mit einem Sitzungsschlüssel. Das Cookie ist HttpOnly und wird nur über HTTPS gesendet.
  • Die Sitzung läuft nach Inaktivität ab (standardmässig nach 10 Minuten, durch den Betreiber einstellbar). Bei Aktivität verlängert sie sich.
  • Beim Abmelden wird das Refresh-Token beim Identity Provider widerrufen.
  • Die Zuordnung zur Person erfolgt über die E-Mail-Adresse aus dem Identity Provider. Voraussetzung ist, dass der Identity Provider verifizierte, eindeutige E-Mail-Adressen liefert. Dafür ist der Betreiber des Identity Providers verantwortlich.

Berechtigungsprüfung

  • Der Server prüft jede API-Anfrage auf Anmeldung und Berechtigung. Ausgenommen sind nur wenige Endpunkte ohne geschützte Daten, etwa für An- und Abmeldung und Health-Checks. Massgebend ist die Prüfung auf dem Server, Prüfungen im Browser steuern nur die Anzeige.
  • Jeder geschützte Endpunkt muss in der Berechtigungsverwaltung der Datenbank registriert sein. Anfragen an einen nicht registrierten Endpunkt werden abgelehnt.
  • Rollen erhalten Berechtigungspakete mit einer Stufe: Lesen, Schreiben, erweitert oder Administration.
  • Bei betriebsbezogenen Daten prüft der Server zusätzlich, ob die Person für diesen Betrieb berechtigt ist: über eine Rolle am Betrieb selbst oder an seiner Trägerschaft.

Berechtigungsverwaltung

Rollen und Berechtigungspakete richten wir ein. Kundenspezifische Anforderungen setzen wir bei Bedarf um. AVG2 unterscheidet zwei Rollentypen.

Rollentyp Betrieb

  • Zu jedem Betrieb bzw. jeder Trägerschaft gibt es immer eine Ansprechperson. Sie ist dem Kanton offiziell bekannt und wird vom Kanton erfasst.
  • Die Ansprechperson kann die Dateneingabe an Personen mit der Rolle Datenlieferant delegieren. Sie verwaltet selbst, welche Personen Zugriff auf die Applikation und auf ihren Betrieb haben.
  • Für den Kanton bleibt die Ansprechperson massgebend: Sie prüft die Daten, gibt sie frei und ist für den Ablauf verantwortlich. Wie sie die Erfassung intern delegiert, liegt in ihrer Verantwortung.
  • Eine Person kann mehreren Betrieben mit unterschiedlichen Rollen zugeordnet sein, z. B. bei Betrieb A als Ansprechperson und bei Betrieb B als Datenlieferant.

Rollentyp Applikation

Globale Rollen der Applikation:

  • Systemadministrator: standardmässig der Support von itree, auf Wunsch auch der Kunde.
  • Administrator: verantwortlich für die Konfiguration der Stammdaten.
  • Sachbearbeiter: verantwortlich für die operativen Aufgaben. Oft gibt es keinen Sachbearbeiter, dann übernimmt der Administrator diese Aufgaben.
  • Datenleser: Rolle für Audits.

Nutzung und inaktive Benutzer

AVG2 ist keine Applikation für die tägliche Arbeit. In der Regel fordert der Kanton die Leistungserbringer zu einem bestimmten Zeitpunkt auf, ihre Daten zu erfassen. Nach dem Erfassungszeitraum starten die Prozesse, daraus ergeben sich Rückfragen und Verfügungen. Benutzer melden sich deshalb oft monatelang nicht an, weil sie nichts aktiv tun müssen.

Ein automatisches Sperren inaktiver Benutzer ist darum nicht vorgesehen. Die Ansprechpersonen sind dem Kanton offiziell bekannt, dafür bestehen Meldeprozesse ausserhalb von AVG2. Personelle Wechsel werden deshalb organisatorisch geregelt, nicht in AVG2. Den Zeitpunkt der letzten Anmeldung sieht der Kanton in den Auswertungen.

Eingaben

  • Alle Eingaben werden im Browser und auf dem Server mit denselben Regeln validiert. Der Server lehnt ungültige Daten auch dann ab, wenn der Browser umgangen wird.
  • Textfelder mit HTML (z. B. E-Mail-Vorlagen, Hilfetexte) prüft der Server beim Speichern gegen eine Liste erlaubter Tags und Attribute. Die Liste ist in den Einstellungen anpassbar. Standardmässig enthält sie keine Skripte, keine eingebetteten Frames und keine Event-Handler. Links und Bildquellen sind nur mit sicheren Schemata erlaubt (z. B. https).
  • Datenbankzugriffe laufen über Entity Framework Core mit parametrisierten Abfragen, auch beim Aufruf gespeicherter Prozeduren.

Dateien

  • Die erlaubten Dateiendungen sind pro Dokumenttyp serverseitig festgelegt, nicht vom Browser.
  • Optional prüft ein Virenscanner jeden Upload vor dem Speichern (siehe Kapitel «Architektur»).
  • Lesen, Bearbeiten, Hochladen und Löschen sind pro Rolle und Dokumenttyp berechtigt. Der Server prüft dies bei jedem Zugriff, beim Download zusätzlich mit Bezug auf den Betrieb.
  • Jeder Download eines Dokuments wird mit Person, Rolle und Zeitpunkt protokolliert. Ausgenommen sind Word-Vorlagen.

Nachvollziehbarkeit

  • Die Stammdaten und die Daten der Betriebe speichern, wer sie wann erfasst und zuletzt geändert hat.
  • Die Grundlagendaten der Betriebe werden mit Status und Begründung historisiert.
  • Stammdaten werden pro Jahr eingefroren. Eingefrorene Jahre lassen sich nicht ohne Weiteres bearbeiten. Das ist gewollt: Spätere Änderungen wirken nicht rückwirkend auf frühere Jahre (Regressionssicherheit). Frühere Verfügungen und Abrechnungen bleiben damit nachvollziehbar.
  • Ein Applikationsprotokoll (Serilog) schreibt in die Datenbank und als JSON auf die Konsole, mit einer Trace-ID pro Anfrage. Berechtigte Rollen sehen es in der Applikation.
  • Der E-Mail-Versand wird mit Empfänger, Betreff, Status und auslösender Person protokolliert.
  • Bei unerwarteten Fehlern erhält der Browser nur eine allgemeine, übersetzte Fehlermeldung. Die Details stehen nur im Protokoll.

Plattform

  • Die TLS-Terminierung liegt beim Betreiber vor der Applikation.
  • Mit dem Helm-Chart läuft der Container als Benutzer ohne Root-Rechte, ohne Privilege Escalation, ohne Linux-Capabilities, mit dem Seccomp-Profil RuntimeDefault und ohne Kubernetes-API-Token.
  • Zugangsdaten (Datenbank, Identity Provider, SMTP) werden als Umgebungsvariablen bzw. Kubernetes-Secret übergeben, nicht im Image.

Abhängigkeiten

Für jedes Release erzeugen wir eine SBOM, die in Dependency-Track auf bekannte Schwachstellen geprüft wird (Werkzeuge siehe Kapitel «Technologie»). Die für AVG2 verantwortliche Person eines Kantons erhält Einsicht in unser Dependency-Track.

Dokumentation

Dokumentation zu AVG2

Die Übersicht zeigt, welche Dokumentation es zu AVG2 gibt, für wen sie bestimmt ist und wo sie zu finden ist.

DokumentationZielgruppeWoVerantwortung
BenutzerdokumentationAlle BenutzerMehrsprachige, kontextbezogene Hilfetexte, die der Kanton auf jeder Seite der Leistungserbringer hinterlegen kannKanton (Inhalt der Hilfetexte)
AdministratordokumentationKantonale MitarbeitendeMehrsprachige, kontextbezogene Hilfetexte zu Stammdaten und Einstellungen in der Applikation. itree liefert einen Standardtext, den der Kanton anpassen und ergänzen kannitree (Standardtext) und Kanton (eigene Anpassungen)
Release-InformationenKantonale MitarbeitendeIn der Applikation. Sie beschreiben die nicht-technischen Funktionsanpassungen jedes Releasesitree
Technische DokumentationKantone, IT-Betrieb, PrüferDiese Seite, öffentlich: Kapitel «Technologie», «Architektur», «Datenflüsse» und «Sicherheit»itree
Installation und BetriebIT-BetriebREADME des Helm-Charts auf Englisch, Deutsch und Französisch, im Chart-Paket enthaltenitree
Abhängigkeiten und SchwachstellenVerantwortliche Person des KantonsDependency-Track von itree: SBOM jedes Releases mit bekannten Schwachstellen. Einsicht erhält die für AVG2 verantwortliche Person eines Kantonsitree
SchnittstellendokumentationKantonKantonsspezifische Schnittstellen sind Auftragsarbeiten. Ihre Dokumentation richtet sich nach der BeauftragungKanton, ggf. itree
FachkonzeptitreeVorhanden, intern klassifiziert und nicht öffentlich (Geschäftsgeheimnis)itree